Entstehung








Entstehung und Geschichte
Mit dem Festivaldirektor Marten Sand entschloss sich eine Gruppe von professionellen Künstlern in Wustrau ein Sommertheater zu etablieren, dass sich durch einzigartige Produktionen und professionelle Ensemblestruktur auszeichnet. Im August 2004 wurde der Verein Seefestival- Wustrau- Altfriesack gegründet. Der Verein ist ein eingetragener Verein und arbeitet gemeinnützig.
2005 wurde die erste Sommertheatersaison durchgeführt. Die öffentlichen Förderungen waren knapp bemessen, so dass nur durch viel ehrenamtliches Engagement die Durchführung der „Seeschlacht zwischen Wustrau und Karwe“ möglich wurde. Dies erstmalig aufgeführte Spektakel wurde ein großer Erfolg. 5000 Besucher ließen sich die Aufführung nach den Aufzeichnungen von Theodor Fontane nicht entgehen.
2006 konnte aufgrund des Erfolges im Vorjahr das Programm mit Eigenproduktionen wie „Effi Briest“ von Theodor Fontane und dem Märchen „Maria und der Riese“ nach einer Sage der Region erweitert werden. Dankenswerter Weise stand hierfür die Tagungstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie zur Verfügung. Die überregionale Aufmerksamkeit stieg enorm.
2007 begann mit der Tourismuspreisnominierung des Landes Brandenburgs durch den Wirtschaftsminister Ullrich Junghanns. Ein Höhepunkt war die jährliche Eröffnungsveranstaltung, die „Seeschlacht zwischen Wustrau und Karwe“. Der Bau der einzig schwimmenden Seebühne Deutschlands garantierte bereits im Vorfeld eine große Medienaufmerkamkeit. Die Etablierung der Seebühne, einer traumhaften Kulisse für ein Romanfragment des Heimatdichter Theodor Fontane, verbunden mit hochkarätiger Besetzung und einem schlüssigem Gesamtkonzept führten zu einem überwältigendem Zuschauerzuspruch und einen neuen Besucherrekord. Die Vorstellungen wurden regelmässig mit minutenlangen Bravorufen, standing ovation und fast immer ausverkauften Zuschauerreihen honoriert.
2008 Bereits zur Musical- Eröffnungsgala „Wustrau goes to Broadway“ kamen rund 1000 Zuschauer. Die Wiederaufnahme der Erfolgsproduktion „Oceane“ bewies wie groß die Fangemeinde des Festivals gewachsen ist und welche umfassende Außenwirkung bereits in der vierten Saison auf Berlin und Hamburg entstanden sind.
2009 Wieder wagte das Seefestival neue Schritte: Mit der Musicalgala „A Fountain of Broadway Hits“ vor dem Seehotel Fontane Neuruppin hält das Festival Einzug in die Kreisstadt. Die einzig schwimmende Seebühne beweist mit der Eroberung neuer Standorte auch örtliche Flexibilität. Außerdem wurde zum fünfjährigen Bestehen des Festivals noch einmal die beliebte „Seeschlacht zwischen Wustrau und Karwe“ aufgeführt. Die große Musical-Neuproduktion „Die kleine Seejungfrau“ begeisterte die Zuschauermassen aus ganz Deutschland.
2010 Dank des investiven Zuschusses vom Ministerium für Wirtschaft hat das Seefestival nun eine Bühnenüberdachung, die für Künstler auf der Bühne oder als Zuschauerüberdachung gleichermassen genutzt werden kann. Das starke Vertrauen des Ministeriums in das Seefestival motiviert zum Durchhalten in finanziell schwierigen Zeiten. Wieder expandiert das Festival in verschiedener Hinsicht. Erstmals stehen drei verschiedene Produktionen auf dem Programm und das Seefestival spielt an insgesamt sieben verschiedenen Spielstätten in Wustrau, Neuruppin, Brandenburg und Mölln. Die Vielfalt, die künstlerische und technische Qualität und die Einzigartigkeit der Seebühne, bestätigen die Zuschauer bei einer Besucherumfrage des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur. 80% der Befragten folgten dem „Guten Ruf des Veranstalters“, 95% möchten das Festival auch in Zukunft besuchen. Mit der dritten Musicalgala des Festivals wurden höchste Qualität, beste Zuschauerzahlen und begeisterte Resonanz erreicht. Die Produktion „Unterm Birnbaum“ wurde ein Besuchererfolg. Das Musical „Die kleine Seejungfrau“ sprach als neue zusätzliche Zielgruppe viel mehr Familien als im Vorjahr an. Erstmals fand eine Vorstellung für Gehörlose statt.
2011 Das Seefestival wurde 2011 Tourismuspreisträger des Landes Brandenburgs.
Die Jury honorierte zudem die professionelle Festivalgestaltung sowie die hervorragende
Marketing- und Medienarbeit: „Die gelungene Symbiose der beiden touristischen Schwerpunkte
Kultur und Natur, die Einbindung der Sponsoren und Partner der Region, ein überzeugendes
künstlerisches Programm mit Berücksichtigung regionaler Werke und eine hervorragende
Marketing- und Medienarbeit zur Steigerung des Bekanntheitsgrades und stetiger Erhöhung
der Besucherzahlen.“ (Zitat Nominierungsfolder)
Marten Sand wurde aufgrund seines großen Engagements für die kulturelle Entwicklung im
ländlichen Raum 2011 zum Sommerfest des Bundespräsidenten Christian Wulff eingeladen.
Nach der erfolgreichen- wenn auch regnerischen Saison 2011 mit über 550 Zuschauern zur M
usicalgala und durchschnittlich 350 Zuschauern zu den Theateraufführungen, startet
das Seefestival 2012 in seine achte Spielzeit.
Konzept: Bei dem zahlreichen Angeboten während
der Sommerzeit ist ein Alleinstellungsmerkmal für ein Sommertheater unumgänglich.
Das Seefestival setzt sich intensiv mit der Geschichte der Region auseinander. Daher
wird den Werken von dem Heimatdichter Theodor Fontane auch weiterhin eine große
Bedeutung beigemessen.
Produktionen für die einzig schwimmende Seebühne Deutschlands zu entwickeln, welche
man nur so in Wustrau sehen kann, ist der andere Hauptbestandteil der Spielplankonzeption.
Das Seefestival hat sich zum Ziel gesetzt, mit diesen Produktionen eine Symbiose
zwischen Natur und Kultur zu schaffen. Auf der Suche nach guter, qualitativ hochwertiger
und ernsthafter Unterhaltung haben die Seebühnen-Produktionen eine Art Eventcharakter.
Bei der Durchführung setzt das Seefestival auf professionelle Künstler, die gemeinsam
mit der Region, für die Region, in der Region Theater spielen...
Die regionale Einbindung
war durch den furiosen Start im Jahr 2005 von Anfang an gegeben. Die „Seeschlacht zwischen Wustrau und Karwe“ ist zu einem Fest von Wustrau geworden. Über 90 Statisten aus Wustrau, Karwe und Altfriesack sind jährlich beteiligt. Außerdem wird das technische Personal, Einlasskräfte und Security mit jungen Menschen der Region besetzt, die das Theater schnell als einen festen Institution ihrer Region aufgenommen haben und sich begeistert als ein Bestandteil dessen sehen. Die Kinder spielten bei „Die kleine Seejungfrau“ mit großer Disziplin und Engagement mit. Regionale Firmen, Hotels, Restaurants unterstützen ebenfalls jährlich als Sponsoren. Auch die Besucherzusammensetzung zeigt deutlich, dass die Anwohner vor Ort großes Interesse an den Produktionen des Seefestivals haben. Es konnten somit Touristen und Einwohner gleichermaßen als Publikum angesprochen werden.
Planung:
Die Vermietung und Gastbespielung mit der Seebühne ist eine weitere Expansionsform. So sind bereits Gastspiele in Mölln geplant. Die gute Kooperation mit dem Brandenburger Theater wird ebenfalls fortgesetzt.
Die Öffentlichkeitsarbeit:
Die Möglichkeiten der Bewerbung der Veranstaltungen hängt auf der einen Seite von den finanziellen Möglichkeiten, auf der Anderen von einer stetigen und guten Zusammenarbeit mit den Medien ab. In der Vergangenheit zeigte sich, dass das Seefestival auch die Medien von der Einmaligkeit des Projekts überzeugen konnte. Bereits zur ersten Vorstellung der „Seeschlacht“ berichtete „Brandenburg aktuell“ in den Nachrichten, eine ganze Sendung des Heimatjournals wurde in und um das Seefestival gedreht. 2007 sendete der RBB live von der Seebühne Ausschnitte aus der Erfolgsproduktion „Oceane“. 2008 wurde die Produktion „Wustrau goes to Broadway" mit gleich drei Liveschaltungen im RBB übertragen. RBB- zibb, TV-Berlin, FAB, Ruppin TV sendeten jährlich Beiträge über das Seefestival. Seit 2006 existiert eine erfolgreiche Medienpartnerschaft mit „Antenne Brandenburg“. Radiosender wie Deutschlandradio, Radio 1, Kulturradio berichteten über uns. Printmedien wie der Tagesspiegel, Bild-Zeitung, Die Zeit, Berliner Morgenpost, FAZ, TAZ, Osnabrücker Zeitung und die regionalen Tageszeitungen Märkische Allgemeine und Ruppiner Anzeiger rezensierten verschiedene Vorstellungen. Außerdem verfügen wir über einen großen Postverteiler, mit dem wir unsere Gäste persönlich auf unsere Veranstaltungen und Partner aufmerksam machen.
Die Wirtschaftlichkeit
Kultur kann sich nicht wirtschaftlich selber tragen. Jedoch ist es nicht unser Ziel, mit hohen Eintrittspreisen bestimmte Bevölkerungsgruppen von unseren Veranstaltungen auszuschließen. Die Kartenpreise sind daher der strukturschwachen Region angepasst. Damit ist das Seefestival auf öffentliche Förderung, Sponsoren und Spenden angewiesen. Für die Finanzierung der Seebühne und der Bühnenüberdachung konnten das Wirtschaftsministerium des Landes Brandenburg und die Gemeinde Fehrbellin gewonnen werden. Neben der öffentlichen Hand war die Umsetzung nur durch den Hauptsponsor aus der Wirtschaft, die Firma Kultur- und Wasserbau Passon, möglich. Das Land Brandenburg, der Kreis OPR, Gemeinde und Ortsgemeinde unterstützen das Seefestival jährlich. 2007 hat das Kulturland Brandenburg (Förderung innovativer, besonderer Projekte) die Produktion „Oceane“ unterstützt. An Sponsoren wurden neben den Medienpartnern auch bereits Wirtschaftsunternehmen für das Festival aktiv. Das Resort Mark Brandenburg präsentiert sich seit 2008 als Partner des Festivals mit einer Eröffnungsmusicalgala. Im Jahr 2010 hat die Ruppiner Klink Holding als Sponsor die Aufführung „Die kleine Seejungfrau“ als Hauptsponsor gerettet, nachdem Kürzungen der öffentlichen Gelder das Festival vor die Absage des Programms stellten. Ebenfalls sind die Sparkasse Ostprignitz Ruppin, die Radeberger Gruppe Co KG, regionale Hotel und Restaurants, Autohäuser und verschiedenste Firmen aktiv und präsent für das Seefestival eingesprungen. Die Sponsorenliste zeugt davon. Eine Unterstützung und Partnerschaft mit dem Seefestival bietet folgende Schnittstellen für Ihr Unternehmen: ständige Qualitätssicherung, professionelle Arbeitsweise, Service orientierte Kundenbindung. Eine Zusammenarbeit mit Wirtschaftsunternehmen kann einerseits den Fortbestand des Seefestivals sichern, andererseits dem Unternehmen eine interessante Plattform für Ihre Außenwirkung bieten. Der angeschlosse Förderverein ist ebenso berechtigt Spendenquittungen auszustellen.
